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Hilfstransporte

In den 6 Jahren sind Hilfslieferungen in einem geschätzten Wert von etwa 4 Millionen Euro nach Lutsk gebracht worden. Dringend benötigte Hilfsmittel wie Rollstühle, Verbandmaterial, Windeln, medizinische Apparaturen und vieles mehr wurden durch eigene oder gesponsorte Fahrzeuge transportiert.

Bedingt durch gute Kontakte zu Pharmagroßhändlern und einer speziellen ABM aus Chemnitz, die Rehatechnik aufarbeitet und bis jetzt diese kostenfrei zur Verfügung stellt, waren wir gut versorgt. Leider fehlen der ABM mittlerweile finanzielle Mittel für die weitere Existenz, so dass wir um diese Kontakte schmerzlich bangen. Nicht vergessen zu erwähnen wollen wir die örtlichen Apotheken, Ärzte und den in Templin ansässigen Hörgeräteakustikern, die sich auch unserer Sache angenommen haben.

Wir fahren 3-4 mal im Jahr nach Lutsk und lösen dabei jedes Mal eine große Freude bei den Kindern aus, wenn wir dort eintreffen

Vergessen sind dann meist auch die unterwegs erlebten Strapazen, der schier endlose Weg durch Polen, die weiterhin unverständliche Prozedur auf dem ukrainischen Zollhof und der allgemeine Umgang mit den dortigen Behörden. Bis nach Lutsk sind es eigentlich “nur” 1200 Km, dennoch gleicht es für europäische Verhältnisse einer Zeitreise in die Vergangenheit.

Es herrscht leider immer noch vielerorts die Meinung, daß behinderte Menschen eine Schande für die Familien sind und weggeschlossen werden müssen. Hier konnten wir die Türen ein wenig öffnen und mit den Rollstühlen helfen, so daß die Menschen auch mal nach draußen auf die Strasse kommen. Wichtig ist uns natürlich auch zu zeigen, dass diese Leute nicht mit ihren Problemen allein dastehen..

Es haben sich in den Jahren viele Begegnungen unterschiedlichster Art ergeben. Unter anderem haben wir dem ortsansässigen Radiosender CDs mitgebracht, um seinem Musikprogramm ein wenig Abwechslung zu ermöglichen.

In einer Deutschklasse der Universität von Lutsk haben wir mit den Studenten über Europa und Deutschland diskutiert, z.B. über das wirtschaftliche Vorankommen der Ukraine und die Mitgliedschaft in der EU.

Wir konnten alleine durch unsere Anwesenheit neue Türen öffnen und der Umgang mit für uns Selbstverständlichem, hat dort Dinge verändert und Sichtweisen in andere Richtungen gelenkt




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